BKB (Bad Bleiberg Kanalerrichtungs- und Betriebs-GesmbH.:

 pdf-icon... Information zur Errichtung dezentraler Kleinkläranlagen

 

Die Bad Bleiberg Kanalerrichtungs- und Betriebs-GmbH. (BKB) besteht nunmehr seit 21 Jahren und wurde im Jahr 1994 mit dem Ziel gegründet:

  • ein dem Stand der Technik entsprechendes Kanalprojekt in den damals verordneten Kanal-Entsorgungsgebieten    (= innerhalb der “Gelben Linie") von Bad Bleiberg umzusetzen
  • die Betriebsführung für alle bestehenden Kanalisationsanlagen in Bad Bleiberg während und nach Abschluss der Bauarbeiten zu übernehmen

Eigentümer der Gesellschaft ist seit dem Jahr 2007 zu 100% die Marktgemeinde Bad Bleiberg.

Geschäftsführer: Ing. Herbert Kramer (Anwesenheit telefonisch vereinbaren)
Telefon: (+43 664) 451 79 26  

Kanalfacharbeiter: Alexander Steinwender (Anwesenheit nicht ständig)
Telefon: (+43 664) 453 38 75
Dienstzeiten: Mo-Do: 7:00-15:30 Uhr, Fr: 7:00-12:00 Uhr
 
Rufbereitschaft: (+43 664) 453 38 75 oder (43 664) 388 84 64 (rund um die Uhr).   

Betriebsbüro: fallweise besetzt (im westlichen Nebengebäude der Gemeinde)
Telefon: (+43 4244) 32 27
E-mail:
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pdf-icon... So ein Mist hat im Kanal nichts verloren

GEBÜHRENVORSCHREIBUNGEN
 
1) Kanal-Benützungsgebühren (seit Mai 2012):   3,96 €/m³ inkl. UST.
 
Zur Verrechnung von Kanal-Benützungsgebühren (€/m³) kommt nur jene (Ab-) Wassermenge, welche tatsächlich über die Kanalisationsanlage der BKB entsorgt oder in den Kleinkläranlagen gereinigt wird.
Bei einem Verbrauch von weniger als 40 m³ wird immer eine Mindestabnahmemenge / Bereitstellungsgebühr von 40 m³ pro Anschlussverpflichtigten vorgeschrieben.
 
2) Kanal-Anschlussgebühren (seit Jänner 1998):   2.543,55 €/BWE inkl. UST.
 
Die Vorschreibung von Kanal-Anschlussgebühren (€/BWE) erfolgt bei Neubauten auf Grundlage genehmigter Einreichpläne über das Flächenausmaß (unterschiedliche Bewertung für Wohnflächen, Gasträume, Verkaufsflächen, Garage etc.). Nachträgliche Kanal-Anschlussgebühren fallen auch bei Zu- und Umbauten oder bei Änderung des Verwendungszweckes an.
Eine Bewertungseinheit (BWE) entspricht genau einer Wohnfläche von 100 m².
 
Die Vorschreibung von Kanalbenützungsgebühren erfolgt quartalsmäßigim März, Juni, September und Dezember jeden Jahres, jene von Kanalanschlussgebühren nach deren Anfall.
Beide Kanalgebühren werden durch die Marktgemeinde Bad Bleiberg vorgeschrieben bzw. eingehoben und danach der BKB zu 100% überrechnet.

Den erstmaligen Einbau des Haupt-Wasserzählers hat der Anschlussverpflichtete vorzunehmen, bei privaten Wasserversorgungsanlagen erfolgt der Einbau kostenfrei durch die BKB.

Bei Vorhandensein eines Subzählers kann die Wassermenge für Gartenspritzen, Autowaschen, etc. vom Haupt-Wasserzähler in Abzug gebracht werden, da sie nicht über die Kanalisationsanlage der BKB entsorgt oder gereinigt wird.

Der Subzähler ist vom Anschlussverpflichteten kostenpflichtig bei der Gemeinde Bad Bleiberg zu erwerben und selbst einzubauen. Die Zählerstände der beiden Wasseruhren werden einmal jährlich (April) schriftlich abgefragt oder durch Gemeindemitarbeiter abgelesen.

Alle 5 Jahre müssen Haupt- und Subzähler getauscht werden, wobei man neuerlich nur mehr die Messdosen auszuwechseln hat.

Der Tausch des Haupt-Wasserzählers erfolgt je zur Hälfte kostenfrei durch die Gemeinde/BKB, bei privaten Wasserversorgungsanlagen kostenfrei durch die BKB. Den Austausch und die Kosten des Subzählers hat wiederum der Anschlussverpflichtete zu übernehmen.

Bei Überschreitung der Subzähler-Austauschfrist wird bei der nächsten Vorschreibung der Kanal-Benützungsgebühr kein Abzug in Rechnung gestellt.

 
BERICHT ÜBER DIE KANALGESELLSCHAFT

von Geschäftsführer Ing. Herbert Kramer (Stand Dezember 2015)

Die Bad Bleiberg Kanalerrichtungs- und Betriebsgesellschaft mbH. (BKB) wurde im Jahr 1994 mit dem Ziel gegründet

  • im Gemeindegebiet von Bad Bleiberg ein dem Stand der Technik entsprechendes Abwasserprojekt in den damals vom Gemeinderat beschlossenen und nachher verordneten Kanal-Entsorgungsgebieten (= innerhalb der “Gelben Linie") umzusetzen - und
  • parallel dazu bzw. nach Abschluss der Bauarbeiten die Betriebsführung der gesamten Kanalisationsanlage zu übernehmen

Als Eigentümervertreter waren vorerst die Marktgemeinde Bad Bleiberg mit einem Anteil von 74% und die Fa. Pöyry (vormals Draukraft, Verbundplan) mit einem Anteil von 26% im Firmenbuch eingetragen. Die Gesellschaftsanteile der Fa. Pöyry wurden im Jahr 2007 zur Gänze von der Marktgemeinde Bad Bleiberg übernommen und diese ist nunmehr 100%-ige Eigentümerin der BKB.

Seit Jänner 2007 führt die Kanalgesellschaft (BKB) nur mehr ein Geschäftsführer (GF). Als kontrollierendes Aufsichtsorgan fungiert der Gesellschafter-Ausschuss (GA), welcher seit März 2015 aus 5 Mitgliedern besteht. Diese werden vom Bad Bleiberger Gemeinderat bestellt. Dessen vorwiegende Aufgaben bestehen darin, diverse Anträge der Geschäftsführung (z.B. Genehmigung Finanzpläne, Personalaufnahmen, Auftragsvergaben ab einer bestimmten Höhe, etc. - wie im Gesellschaftsvertrag festgelegt) zu genehmigen.

Der GA wählt aus seiner Mitte 3 Mitglieder für den BKB-Kontrollausschuss. Dieser prüft die ordnungsgemäße Umsetzung von Anträgen und Beschlüssen sowie das Rechnungswesen.

Bis 31.12.212 war die BKB mit einem Anteil von 20,6% gemeinsam mit den Gemeinden Nötsch, Hohenthurn und der Fa. Pöyry als Miteigentümerin an der Abwasserbeseitigung Unteres Gailtal (ABUG) beteiligt. Mit Jänner 2013 sind die ABUG-Gesellschaftsanteile der Fa. Pöyry in der Höhe von 26% unter den drei verbliebenen Miteigentümern aliquot aufgeteilt worden. Für die BKB ergibt dies nun einen Gesamtanteil an der ABUG von 27,84%.

Die Bad Bleiberger Kanalisationsanlage gliedert sich räumlich in 2 Entsorgungsbereiche, und zwar in den Entsorgungsbereich Bleiberg/Ost (von Wasserscheide Minigolfplatz bis Unterhüttendorf sowie Ortsteil Kadutschen) und den Entsorgungsbereich Bleiberg/West (von Wasserscheide Minigolfplatz bis Graben/Mühlen).

Die Abwässer des östlichen Bereiches werden unter Einschaltung der Pumpstation Unterhüttendorf zur Kläranlage Villach/St. Agathen entsorgt (ca. 93.000 m³), jene des westlichen Talbereiches werden über eine Freispiegelleitung Richtung Gailtal abgeführt (ca. 55.400 m³) und in der gemeinsam mit der ABUG betriebenen Kläranlage in Nötsch gereinigt. Zirka 600 m³ werden noch in den dezentralen Kleinkläranlagen gereinigt. Dies ergibt derzeit für das gesamte Gemeindegebiet von Bad Bleiberg eine Abwassermenge von zirka 149.000 m³ pro Jahr (o.a. Werte zeigen die tatsächlich angefallenen Abwassermengen – ohne Einberechnung von Mindestabnahmemengen!).

Die Gesamtkosten des ursprünglichen Kanalprojektes (1992) wurden auf Grundlage einer Studie von DI Schwarz mit ca. € 22,5 Mio. veranschlagt und zur Begutachtung eingereicht Eine allzu optimistische Prognose errechnete damals einen Anfall von 205.000 m³ Abwasser pro Jahr.

Von DI Welf Zimmermann wurde im Jahr 1995 das Bad Bleiberger Kanalprojekt gänzlich überarbeitet und mit Baukosten in der Höhe von € 14,1 Mio. zur Förderung eingereicht. Das neue Projekt wurde in 14 Bauabschnitte unterteilt und in einer 10-jährigen Bauzeit zwischen 1995 und 2004 fertiggestellt. Seit Juli 2006 sind alle Bauabschnitte wasserrechtlich endüberprüft sowie baulich und fördertechnisch kollaudiert.

Die „Reinen Baukosten“ (inkl. Kosten von „Nicht geförderten Hausanschlussleitungen“) wurden mit € 12,4 Mio. abgerechnet, für „Übergeordnete Projektkosten“ waren noch Zahlungen in der Höhe von € 1,8 Mio. zu leisten. Dies ergab € 14,2 Mio. an Gesamtkosten, welche durch Anschlussbeiträge, Zuschüsse/Förderungen und durch Aufnahme von Fremdkapital (Darlehen) finanziert wurden.

Die Kostenübernahme von „Nicht geförderten Hausanschlussleitungen“ für das Kanalprojekt in der Höhe von ca. € 1,2 Mio. wurde als zusätzliche Finanzleistung der BKB vom Gemeinderat beschlossen. Rein fördertechnisch wäre die Hausanschlussleitung nur bis max. 3,0m in das betreffende Grundstück des Anschlussverpflichteten zu führen gewesen (nicht bis zur Hausgrube!). Für diese Zusatzleistungen/-Kosten gab es keine Zuschüsse/Förderungen vom Bund oder Land Kärnten.

Die Errichtung neuer Hausanschlussleitungen erfolgt durch den Kanalerhalter (BKB). Jedoch nur vom öffentlichen Kanalstrang bis zu einem Anschlussschacht oder Übergabepunkt, welcher sich max. 3,0m innerhalb der Grundstücksgrenze des anzuschließenden Objektes befindet. Ab dem Anschlussschacht oder Übergabepunkt fällt die Errichtung, Erhaltung, Wartung und Reinigung (lösen von Verstopfungen) der Hausanschlussleitungen in den Bereich des Anschlussverpflichteten (Grundstückseigentümers).

 

 Technische Daten der Kanalisationsanlage Bad Bleiberg:

 

Gesamtlänge Kanalleitungen ca. 56 km
Davon:  
Freispiegelleitungen 41,7 km
Pumpdruckleitungen 1,5 km
Druck-(Düker-)Leitungen 0,9 km
Hausanschlussleitungen (gefördert) 6,4 km
Hausanschlussleitungen (nicht gefördert) 5,7 km
Hausanschlüsse 897 Stk
Messbauwerke 4 Stk
Nebenpumpwerke/Haushebeanlagen 19 Stk
Hauptpumpwerke 1 Stk
Dezentrale Kleinkläranlagen 8 Stk

 

Aufgabenbereiche/Zuständigkeiten in der BKB:

  1. Ing. Herbert Kramer ist seit 2004 alleiniger Geschäftsführer der BKB und zuständig für geplante Neuanschlüsse sowie verantwortlich für eine funktionierende und kostendeckende Betriebsführung. Die Tätigkeit bei der BKB erledigt er nicht hauptberuflich, und daher wäre seine Anwesenheit im Betriebsbüro telefonisch zu vereinbaren.
  2. Zuständig für Wartungen und Instandhaltungen an der gesamten Bad Bleiberger Kanalisationsanlage ist Alexander Steinwender, welcher als Kanalfacharbeiter einen reibungslosen Betriebsablauf sicherstellt. Als fixer Arbeitnehmer der BKB erbringt er seine Arbeitsleistung hauptsächlich während der normalen Dienstzeit. Die Errichtung bzw. Überwachung von Neuanschlüssen, bauliche Änderungen an Schächten und Kanalleitungen, Durchführung von Spülungen/Säuberungen und Kamerabefahrungen an Kanalsträngen sowie die Umrüstung von Pumpwerken und Kleinkläranlagen auf den heutigen Stand der Technik gehören ebenfalls zu seinen Aufgaben bzw. sind Aufgabe der Kanalgesellschaft.
  3. Laufende Verwaltungs-, Buchhaltungs- und Lohnverrechnungsarbeiten werden von der BKB selbst durch eine Teilzeitkraft (Rita Zebedin) erbracht. Diese Arbeiten erfolgen Stundenweise, je nach Bedarf und Anfall der zu erbringenden Leistung.

Als fixer Arbeitnehmer (Klärwärter) ist Hannes Oitzl bei der ABUG in Nötsch tätig, tage- oder stundenweise wird er von Alexander Steinwender vertreten (Kläranlage Nötsch und Hohenthurn). Seit April 2015 beschäftigt die ABUG auch Martin Skina als weiteren Mitarbeiter, welcher sich derzeit gerade in Ausbildung befindet.

Beide Mitarbeiter (Steinwender, Oitzl) sind vorwiegend für ihre Kanal-Gesellschaft tätig, spezielle Arbeitsleistungen werden auch für die andere Gesellschaft erbracht und kostenmäßig abgegrenzt. Bei Urlaub oder Krankheit erfolgt die Vertretung gegenseitig. Eine ständige Rufbereitschaft (z.B. bei Störfällen) ist ebenfalls eingerichtet und wird je zur Hälfte von beiden Mitarbeitern erbracht („Rund um die Uhr“).

Abschließend sei bemerkt, dass ein kostengünstiger Kanalbetrieb nur unter tatkräftiger Mithilfe aller Bad Bleiberger Gemeindebürger möglich ist (Motto: Helfen sie Kosten sparen! - So ein Mist hat im Kanal nichts verloren).

Der sorgsame Umgang mit Kosten für Verwaltung und Personal, laufende Evaluierungen des Kanalbetriebes und die ständige Beobachtung des Kapitalmarktes soll letztlich dazu führen, die Betriebskosten so niedrig wie möglich zu halten bzw. daraus resultierend leistbare Kanalgebühren zu erzielen.

Mit einem herzlichen

GLÜCK AUF!
GF Ing. Herbert Kramer

Marktgemeinde Bad Bleiberg

Bad Bleiberg 49
A-9530 Bad Bleiberg
Telefon (+43 4244) 2211
Telefax (+43 4244) 2211-25

E-Mail:
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Parteienverkehr:
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Mo: 07:30 - 18:00 Uhr
Dienstag: 07:30 - 16:00 Uhr
Mittwoch: 07:30 - 16:00 Uhr
Donnerstag: 07:30 - 14:00 Uhr
Freitag: 07:30 - 13:00 Uhr

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